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Sehr geehrte Sportfreunde, soweit die Spielberichte vorlagen habe ich wegen der Bedeutung dieser sportlichen Ära nachfolgend versucht die damaligen Jahre zusammen zu fassen. Die Angaben und Bilder (die teilweise schlechte Qualität bitte ich zu
entschuldigen) stammen meist von folgenden Zeitungen:
Der TSV Donndorf-Eckersdorf erwies sich als würdiger Meister... ...so lauteten die Überschriften in der Presse nach dem 3:1 Auswärtssieg am 16.Juni 1964 in Wiesau. Nach nur 3-jähriger
Zugehörigkeit zur Bezirksliga Oberfranken Ost war der Aufstieg in
die Landesliga – damals zweithöchste
Amateurliga – geschafft. 1961/62 Platz 10, 31:33 Punkte, 88:77 Tore, 1962/63 Platz 7, 31:29 Punkte, 82:66 Tore, 1963/64 Platz 1, 47:13 Punkte, 107:43 Tore, (26:4 Heim, 21:9
Auswärts) In diesen 3 Bezirksliga-Jahren schnürten für den TSV hauptsächlich die Fußballstiefel: Hacke, Nicklas, Maisel, Raber, Adler, Akcinsky, Albrecht, G. Hacker, Hertel, Horn, H. Schoberth, Mann, Schill, Seiferth, Retsch, Hersch, Keller, Hümmer, Schwedler, Marcinek, Goldfuß, K. Schoberth, Hofmann, Hübner, Hüttner, Bäßler, Schödel. Eine PKW-Kolonne von 63 Fahrzeugen begleitete
die Mannschaft von Wiesau über Marktredwitz, Bad Berneck und
Bayreuth hupend nach Hause.
„...
und ewig strahlen diese Grün-Weißen Sterne
Die besten Torschützen waren Albrecht (34 Tore
– Torschützenkönig der Liga), Insgesamt 15300 Zuschauer (8200 Heim und 7100 Auswärts) verfolgten die Spiele des TSV in der abgelaufenen Serie. Wir waren der 1. Landesligist des Landkreises Bayreuth. Am 15.Mai 1964 wurde zudem der damalige Landesligist FC Bayreuth mit einem 7:0-Kantersieg aus dem DFB-Pokal geworfen. Die Überschriften in der Fränkischen Presse und Frankenpost lauteten: „Tollste Pokalsensation seit Jahren in Oberfranken – „Der TSV zerschmetterte den langjährigen Landesligisten“. Die Torschützen waren Adler (4), Albrecht (2) und Retsch. – Zuschauer 1300. Zur Meisterschaftsfeier im Sportheim überreichte der damalige Landrat Dr. Kohut „wenn die Fußballbräute weiterhin das bisherige Verständnis aufbringen, so ist der Zusammenhalt der Mannschaft gesichert“, das Landkreiswappen, einen Meisterschaftsstrauß, ein Geldgeschenk (1.000,-- DM) und war sichtlich stolz auf seinen ersten Verein in der Landesliga. Neben ihn waren u. a. auch Fritz Schill (BLSV Oberfranken - überreichte einen Fußball und einen Schmuckteller), MdB Richard Müller (Vizepräsident des Bayerischen Fußballverbandes - überreichte einen Fußball) und Kreisspielleiter Ernst Guhlmann anwesend. Der Eckersdorfer Bürgermeister Pankraz Zölsch und der 2. Bürgermeister der Gemeinde Donndorf Fritz Bernreuther (stellvertretend für 1. Bürgermeister Georg Oetter) überbrachten Geldgeschenke. Schriftliche Glückwünsche kamen vom Finanzminister Dr. Pöhner und von Walter Lienhardt aus Athen. Der Vereinsspielleiter Konrad Herath gab einen kurzen Überblick über die Arbeit in den letzten Jahren und bedankte sich mit Vorsitzenden Adam Schmidt bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und Spendern. Neben der Mannschaft erhielten auch Karl Schoberth und Richard Flierl die goldene Vereinsnadel. Wir waren damals der kleinste Landesliga-Ort Bayerns. Fränkische Presse vom 19.06.1964 Der TSV Donndorf-Eckersdorf hat es geschafft Noch vor wenigen Jahren gab es in Donndorf/Eckersdorf, dem Doppelort vor den
Toren Bayreuths mit etwa 2500 Einwohnern, keinen besonderen Drang „nach
höherem“.
„Uns genügt die A-Klasse“ – das war fast eine ständige
Redensart, besonders „der Alten“. Doch als vor genau zwei Jahren
etwas überraschend der Aufstieg zur Bezirksklasse gelang, da war der Ehrgeiz
nicht nur bei den Spielern – die hatten ihn schon lange vorher –
geweckt, sondern auch in den Reihen der Mitglieder. Und die Vorstandschaft war
auf einmal bereit, Opfer zu bringen, denn die Einsicht setzte sich durch, dass
die höhere Klasse bei höheren Zuschauerziffern auch mehr Geld
einbringen würde. Da die Platzanlage des TSV, d. h. in dem des Schlosses Fantaisie liegt, ist es den zukünftig aus ganz Ober- und Unterfranken kommenden Mannschaften der Name Donndorf geläufiger, zumal der Ort unmittelbar an der B 22 gute Verbindung garantiert.
Spielführer Hans Schoberth und Spielertrainer Wilhelm Horn: „Die Mannschaft bleibt in der derzeitigen Besetzung zusammen, es sei denn,
der eine oder andere Spieler wird zur Bundeswehr eingezogen. Die 14 Stammspieler
die während des vergangenen Jahres eingesetzt wurden, bilden auch in
der Landesliga das Rückrat der Elf. Fränkische Presse: Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die TSV-Elf nicht nur die guten Wünsche der gesamten Einwohnerschaft aus Donndorf und Eckersdorf in die Spiele der Landesliga begleiten, sondern auch die von Hunderten von Anhängern aus den Ortschaften des westlichen Landkreises und nicht zuletzt aus Bayreuth selbst, verspricht man sich doch dort durch das „frische Blut“ vom Lande eine Belebung des Stadtfußballs, der bekanntlich seit einiger Zeit stagniert. Dass das nicht zuletzt durch die treuen TSV-Anhänger geschehen wird, die ihre Mannschaft stets zu Hunderten bei Auswärtsspielen begleiten, dürfte von ausschlaggebender Bedeutung sein, denn an deren Begeisterung können sich auch andere ein Beispiel nehmen.
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